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Das „Gewölbe“  in Schöneck ist eine sehr intime und gemütliche Spielstätte. Hier wird in der Regel „unplugged“ gespielt - das heißt ohne technische Verstärkung. Die Bühne ist eine ebenerdige Spielfläche und durch die unmittelbare Nähe springen die Funken zwischen Künstler und Publikum (und umgekehrt) sofort über! Ein einzigartiges, intensives Kunsterlebnis entsteht.  Die Veranstaltungen finden meistens sonntags, manchmal samstags statt.
Die Uhrzeit ist mit 17:00 Uhr so ideal gelegt,  dass das Publikum sie gerne wahr nimmt, ohne den „drohenden Arbeitstag Montag“ als Hinderungsgrund für den Besuch der Veranstaltung sehen.
Und zum "Tatort" sitzt es wieder daheim vorm Fernseher!
Neben Kleinkunstgastspielen wird auch eine „Infotainment“reihe „Gedankensprünge“ angeboten werden. Der Dozent erarbeitet hierbei unter Einbeziehung der Gäste und Verwendung verschiedenster Medien Themen wie „Glück“, „Lachen“ oder „Arbeit“ etc.
Einnahmen zu „Gedankensprünge“ werden an den Verein „Hand in Hand für krebskranke Kinder Altenstadt e.V.“ weitergeleitet.

Hereinspaziert zu den Veranstaltungen im "Gewölbe" Frankfurter Str. 12 61137 Schöneck

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Das Publikum ist zufrieden und glücklich auf dem Heimweg - Künstlerin Cornelia Fritzsche und die Veranstalter Ehepaare Holzberg und Holzberg sind müde.

                                                                                                                                                                                                                                             Hier die Übersicht für das Programm:

"MORGEN IST GELBER SACK!" ein kabarettischer Abend mit SUSANNE HASENSTAB & PARTNER am Sonntag, dem 3. Juni 2012 um 17:00 Uhr

Die 28-jährige Susanne Hasenstab, freie Journalistin und Autorin aus Aschaffenburg, ist eine leidenschaftliche Beobachterin vermeintlich normaler, doch beim zweiten Hinsehen humoristischen bis bizarrer Alltagsgespräche und -szenen. Das auf der Straße, in der Verwandtschaft, beim Einkaufen oder im Restaurant belauschte "Gebabbel" verarbeitet sie zu skurril-witzigen Minidramen. Ausschnitte ihrer Aufzeichnungen veröffentlicht sie seit 2007 im "Main-Echo" Aschaffenburg als Kolumne namens "Hohler Chaussee". Die Dialog-Kolumne erfreut sich so großer Beliebtheit bei der Leserschaft, dass es die besten Minidramen nun auch in Buchform gibt. "Hohler Chaussee – Morgen ist Gelber Sack!" heißt der im Hanauer Cocon-Verlag erschienene   Band. In einer kabarettistischen Lesung trägt Susanne Hasenstab die witzigsten Texte aus über vier Jahren vor; die Zuhörer begegnen unter anderem einem Ehepaar am Rande des Verstummens, einem Feingeist im Fußpflegestudio und einer Seniorin, die anlässlich ihres 90. Geburtstags einer Lokalreporterin eröffnet, was sie tief in ihrem Innern wirklich für Ihre Enkel und Urenkel empfindet.

„VOGELFREY UND UNVUORTZAGET“ Mittelalterliche Musik mit acht Musikern und 40 Instrumenten Sonntag, dem 17. Juni 2012 um 17:00 Uhr

Die Gruppe „Vogelfrey und unvuortzaget“ arbeitet derzeit an einem neuen Programm, das nicht mehr ausschließlich / vorwiegend mittelalterliche und Renaissance-Musik zu Gehör bringen wird, sondern viele verschiedene Genres bedient, soweit sie sich auf dem ausgefallenen Instrumentarium der Gruppe realisieren lassen. Zunehmend werden in das aktuelle Programm Programmteile mit Rezitationen aufgenommen (so z. B. die musikalische Umsetzung des Bilderbuchs „König Vogelfrei“ von Erhard Dietl, Autor, Grafiker und Liedermacher aus München).Zur Aufführung kommt weiterhin historische Musik im historischen Klang, die sich über eine Epoche von den ersten schriftlichen Quellen um 900 bis in das frühe 17. Jahrhundert erstreckt. Der Brückenschlag zum Jetzt erfolgt durch die erfrischenden Eigenkompositionen von „Vogelfrey“. Obwohl fast alle Musikstücke aus längst vergangenen Zeiten stammen, berühren und begeistern sie noch heute. Auch Ersthörer bemerken schnell, dass „alte Musik“ nicht gleich „alte Geschichte“ bedeutet. Im Gegenteil, man wird neugierig, wie die Menschen seit Jahrhunderten versuchen, ihre Gefühle mit Worten oder Instrumenten zum Ausdruck zu bringen. Heike Däsch, Frowin Hafner, Monika Kaiser, Walter Ottenbreit- Stoß, Daniel Pissulla, Dieter Schaller, Andrea Schmitt und Eva- Maria Wühr versprechen für ihren Konzertabend ein ungewöhnliches und eigenwilliges Klangerlebnis. Das zur Verfügung stehende Blas-, Streich-, Zupf - und Schlaginstrumentarium des gesamten Konsortiums umfasst Flöten, Krummhörner, Gemshörner, Cornamusen, Kortholt, Pommer, Rauschpfeife, Posaune, Violine, Cello, Akkordeon, Dulcimer, Psalter, Hackbrett, Gitarre, Monochord und allerhand Schlagwerk

 JÜRGEN SCHWAB: "Heute noch" Konzert mit dem Songwriter und Gitarristen am Samstag, dem  30. Juni 2012 um 17:00 Uhr

Songs und Chansons mitten aus dem Leben - Lieder, die unter die Haut gehen. Wenn die ersten "Zipperlein" sich melden und das Gedächtnis sich ahnungslos stellt; wenn die Kinder aus dem Haus gehen und der Herbst den Sommer ablöst, dann öffnet mancher die nächste Flasche Rotwein und gibt sich ganz dem Selbstmitleid hin. Jürgen Schwab hat seine Erfahrungen kreativ verarbeitet. Der Sänger und Gitarrist hat Lieder geschrieben, die mal humorvoll und mal nachdenklich die Situation eines Mannes mitten im Leben beschreiben. Musikalisch schöpft er dabei spielerisch aus Folk, Blues, Pop und Jazz.
Wer sagt denn schließlich, dass Ohrwürmer kein Niveau haben dürfen? Und natürlich gibt es auch eine augenzwinkernde Hommage an den großen Konzerimpresario Fritz Rau, als dessen musikalischer Begleiter Jürgen Schwab seit 5 Jahren durch Deutschland tourt.
In der Tradition deutscher Liedermacher wie Reinhard Mey und amerikanischer Singer/Songwriter wie James Taylor, begleitet sich Jürgen Schwab bei seinen Live-Konzerten selbst mit seiner Gitarre. Auf dieser verfügt der studierte Jazzgitarrist allerdings über eine breitere musikalische Palette als die meisten Folksänger. Schwabs eigene Songs werden beim Konzert durch einige Jazzinstrumentals und Coverversionen von Songs anderer Künstler ergänzt. Zwischenmoderationen stellen Bezüge zwischen
den Liedern und dem Leben her und bauen eine Brücke zwischen Künstler und Publikum.                                                   Öffentliche Meinung:                                                                                                                                                                                             „Schwab nähert sich dem Älterwerden mit einem Augenzwinkern und musikalischer Virtuosität und das macht einfach Vergnügen und gute Laune. Zwischen Pop, Rock, Folk und Chanson siedelt er seine Songs musikalisch an und schafft dadurch ein abwechslungsreiches Gesamtwerk.“ (Offenbach Post)                                                                                                                        „Ein musikalisch über jeden Zweifel erhabenes Konzert.“ (Main-Echo)                                                                                             „Seine sanfte Stimme schmeichelt sich mühelos ein, setzt aber genügend kraftvolle Akzente und kann auch zur veritablen Soulröhre werden … Man mag sich an Reinhard Mey erinnert fühlen. Und doch ist Jürgen Schwab unverwechselbar er selbst und ganz bei sich.“ (Konzertrezension Aalener Nachrichten)                                                                                                                 „Die Songs von Jürgen Schwab haben mich von Anfang an fasziniert und faszinieren mich bis zum heutigen Tag.“ (Fritz Rau, Konzertveranstalter)

Mit einem schnellen Klick auf den nachfolgenden Link können Sie sich einen "livehaftigen" Eindruck von Jürgen Schwab machen:   http://www.youtube.com/watch?v=sys-5osjI7g&lc=1eSWz2n9akH3wyy2atLSe6aDFsTQCH7soomTiItDrJ8&context=C3a9512eADOEgsToPDskI3bJz2fxzmuy87jCOduXA4 

ANDREA WOLF liest Elke Heidenreich: "RUDERNDE HUNDE" am Sonntag, dem 1. Juli 2012 um 11:00 Uhr

Mit „Rudernde Hunde“ von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder ist eine kleine, aber feine Sammlung von Kurzgeschichten über den Alltag der kleinen Leute und ihrer tierischen Gefährten entstanden. Es geht um verwitwete Finanzbeamte, körnergefütterte Hühner, Nurejews Hund und das Billy Regal von IKEA. Abwechselungsreich, unterhaltsam, skurril und witzig schreiben Heidenreich und Schroeder über den alltäglichen Wahnsinn. Und manchmal ist es auch ein klein bisschen traurig oder melancholisch oder stimmt nachdenklich. Sonst in unterschiedlichen literarischen Gefilden beheimatet, sitzt das beidseitig schreibende Ehepaar Heidenreich/Schroeder nun buchstäblich in einem Boot: "Rudernde Hunde" vereint die pure Lust am Geschichtenerzählen, die Genauigkeit des Beobachtens und der feinsinnige Humor, all das ist hier wieder zu finden. Mit Chuzpe und Hintergedanken entdecken Heidenreich und Schroeder die Absonderlichkeiten bei Tier und Pflanze, im menschlichen Verhalten. Der Romancier Bernd Schroeder und die Alltags- und Liebesgeschichten erzählende Elke Heidenreich ergänzen sich in ihren sprachlichen Differenzen und Neigungen, im Wunsch, Erdachtes und selbst Erlebtes zu Papier zu bringen. Nun können die Anhänger von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder eine genüssliche Matinee in Schöneck verbringen, denn das „Gewölbe“ des ehemaligen Cafe Confetti bietet eine Lesung von „Rudernde Hunde“ mit der renommierten Schauspielerin Andrea Wolf an. Das Gesicht von Frau Wolf dürfte allen Kilianstädtern nicht nur aus zahllosen Fernsehproduktionen von ARD (u.a. „Tatort“), ZDF (u.a. „Ein Fall für Zwei“), Arte oder RTL bekannt sein, sondern auch als ehemalige Einwohnerin der Gemeinde. Die vielseitige Schauspielerin begann ihre Karriere an den Kammerspielen München. Es folgten Engagements an den Stadt- und Staatstheatern Saarbrücken, Hildesheim und Oldenburg, ehe sie sich 1997 entschloss ihre Arbeit auf Deutschlands Bühnen als freischaffende Künstlerin fortzusetzen. Sie spielte die Meister Kleist, Goethe, Schiller, Tschechow, Brecht und Shakespeare auf den renommierten Bühnen wie den Bad Hersfelder Festspielen und den Frankfurter Theatern. Für Kinoproduktionen stand sie bisher dreimal vor der Kamera und gab in diversen Synchronstudios fremdsprachigen Filmstars ihre deutsche Stimme. Ihre Sprechertätigkeit weitete Andrea Wolf auf Rundfunkbeiträge und Hörbücher aus und unterstützt heute den Schauspielnachwuchs an der Schauspielschule Wiesbaden als Sprecherzieherin. So entwickelten sich Ihre Lesereihen und Rezitationsabende im gesamten deutschsprachigen Raum zwangsläufig zu einem weiteren Erfolg.

"VIERTAKTER" mit "Acapella zum Anfassen" am Sonntag, dem 26. August 2012

Die Viertakter entführen Sie und Ihre Gäste mit a capella Gesang seit ihrem Gründungsjahr 1990 in die einzigartige Welt der Unterhaltungskunst. Ganz ohne Instrumente interpretieren sie Klassiker aus 500 Jahren Musikgeschichte. Weil sie auf elektronische Verstärkungsanlagen verzichten können, sind sie nahezu überall auftrittsfähig.
Die Viertakter passen immer, weil sie spontan und flexibel agieren. Ihr maßgeschneiderter Vortrag garantiert Ihren Gästen - A capella zum Anfassen - ein einzigartiges, kurzweiliges Musikerlebnis und macht jede Feier zu einer unvergesslichen Veranstaltung.

Mit einem Klick auf den Link er halten Sie einen ersten "livehaftigen" Blick auf die Viertakter:  http://www.youtube.com/watch?v=uMjYyw0XarA&feature=related

"THREE IN MOTION" Jazz - Soul - Evergreens am Sonntag, dem 9. September 2012 um 17:00 Uhr

Das Trio „Three in Motion“ spielt Evergreens, die man nie vergessen wird, Titel, die in jedem sentimentale Emotionen auslösen, aber auch zum Mitswingen und Mitschnippen animieren. „All of me“, „Lover Man“, „Stormy Weather“, „The Shadow Of Your Smile“ und viele andere machen dieses Konzert zu einem wunderbaren Erlebnis! „Three of Motion“ das sind Dirk Raufeisen, Gernot Schäfer und Rita Greve. Raufeisen zählt zu den besten Jazz-Pianisten in Europa. Seine verschiedensten Stilrichtungen und seine überzeugende Arbeit, auch als Sänger, bieten eine optimale Grundlage für das Trio. Gernot Schäfer ist der erfahrene Kontrabassist, der sowohl in verschiedenen Jazzstilen, als auch in der Klassik als Orchestermusiker zu Hause ist. Er versteht es in kongenialer Form seine Kollegen hervorragend zu unterstützen. Rita Greve hat lange im bekannten Chor „Soulfood“ gesungen, ehe sie durch Raufeisen zu den Musikern stieß - ihre jazzigen und gospeligen Soli gingen schon damals unter die Haut des Publikums. Ihre Liebe zu Mahalia Jackson und Billie Holiday ist unverkennbar, dennoch hat sie ihren ganz eigenen Stil entwickeln können.

HILTRUD & KARLHEINZ spielen "WAS ISSEN JETZT SCHON WIDDER?" am Sonntag, dem 21. Oktober 2012 um 17:00 Uhr

Der Karl-Heinz und seine Hiltrud haben Urlaub gemacht. In Frankreich der Hauptstadt der Liebe. Grund genug für einen Dia-Abend mit Nüsschen, Adiletten und den schönsten 2.347 Urlaubsdias. Doch nicht nur der Diaprojektor hat so seine Macken; schnell wird klar: ein Urlaub mit Hiltrud ist nichts zum Erholen und das Eheleben macht auch vor dem schönsten Strand nicht halt. Tja, auch während der schönsten Wochen das Jahres ist es eben am besten, wenn man sich gar nicht erst begegnet ... »Szenen einer Ehe« - wer kennt das nicht? Die Gags kommen wie aus der Pistole. Er: »Du siehst noch schlimmer aus mit der neuen Brille.« Sie: »Ich habe gar keine neue Brille.« Er: »Aber ich.« Karlheinz hasst es, verheiratet zu sein. Er malt sich aus, was eines Tages auf seinem Grabstein steht: »Hier ruht Karlheinz (endlich in Frieden).« Hiltrud und Karl Heinz sind ein Ehepaar in den Sechzigern. Hiltrud hat das Sagen und Karl Heinz ist immer am Meckern. So ist es nicht verwunderlich, dass aus dieser Situation heftige Diskussionen entstehen. Kennen gelernt haben sich Hiltrud und Karl Heinz auf dem Maskenball, und seit er begriffen hat, "dass die gar net maskiert is", liegen sie sich täglich in den Haaren. So wundert es nicht, dass die beiden schließlich zu der Erkenntnis kommen, dass man in der Ehe und auf der Bühne am glücklichsten ist, wenn man sich erst gar nicht begegnet. Neben dieser und anderen Weisheiten ist das Ganze mit Schlagern, Schnulzen und Chansons garniert und hat vor allem eines im Sinn: viel Vergnügen.

Cornelia Fritzsche spielt "HÄNSEL & GRETEL" als Tischpuppelspiel für Kinder ab 4 Jahren am Sonntag, dem 11. November 2012 um 11:00 Uhr

Cornelia Fritzsche spielt URSULA VON RÄTIN: "EIN RENDEZVOUS MIT DER LIEBE" am Sonntag, dem 11. November 2012 um 17:00 Uhr

Eine Sternstunde des Kabaretts erwartet den Besucher. Die Grande Dame deutscher Theaterbühnen Ursula von Rätin wird dem vorwiegend erwachsenen Publikum ein Programm mit Gesang, Philosophie und Parodie zum Besten geben. Frau Rätin ist eigentlich eine Theaterratte, genaugenommen eine Puppe. Sie korrespondiert mit ihrer Meisterin gleichermaßen wie mit dem Publikum und fasziniert als Conférencière mit Lebensweisheit, Witz und symphatischen Eigenheiten.
Das kabarettistische Chanson- und Konversationsprogramm gibt der virtuosen Schauspielerin, Sängerin und Figurenspielexpertin Cornelia Fritzsche Raum für eine brillante Show, die einfachen und komplizierteren Gemütern, jüngeren und besonders älteren Zuschauern gleich wohl gefällt, spricht sie doch Erfahrungen, Wünsche, Gefühle an, die zutiefst menschlich sind.
Cornelia Fritzsche verwandelt ein Stück Stoff und Schaumgummi in ein Lebewesen mit Gefühlen, Problemchen und jeder Menge Humor. Bei einem Glas Wein und entsprechend intimer Atmosphäre erzählt und singt Ursula aus ihrem verkorksten Liebesleben, das reich an Leben und arm an Liebe ist. Erleben Sie mit, wie aus der längst abgespielten männlichen Ratte, die im Fundus des Puppentheaters vor allem Angst vor Motten hatte, die gefeierte Ratten-Entertainerin „Ursula von Rätin“ wird. Animateurin und Puppe beanspruchen die Lachmuskeln des Publikums aufs Äußerste. Ursula ist einfach grandios: schlagfertig, frech, kühn, verletzlich, zänkisch, zickig, verliebt, traurig…kurz gesagt - sehr menschlich. Alles glauben sollte man Ursula nun aber auch nicht. Sie liebt die Übertreibung und hat viel Fantasie. Und sie ist eine begnadete Sängerin, und man fragt sich, wo sie denn aus ihren Plüschleib mit dürren Gliedern und markanten Nagerkopf diese Stimmer herholt. Das staunende Publikum wird so ein wenig fixiert auf diese Frontfrau im Fell, die nur in Maßen undankbar ist, aber ab und an auf „die da hinten“ verweist. Und „die da hinten“ macht was draus - darauf können die Besucher sich verlassen! Wunderbar beispielsweise die Geschichte verdrängter Selbstwahrnehmung, wenn Ursula erstaunt beschreibt, wie sich eine Hand- ja, von wem denn nur? – im Juwelierladen auf einen kostbaren Ring zu bewegt. Nun spricht sie mit uns in holder Weiblichkeit: eigensinnig, launig, liebenswert. Lang lebe Ursula von Rätin!

Jo van Nelsen liest "Die Hesselbachs" aus dem Buch "Jo, Babba" die Episode "Die Spezialisten" Sonntag, 18. November 2012 um 17:00 Uhr

„Kall, mei Drobbe!“ Kennen Sie noch Mamma Hesselbachs legendären Ausruf? Erinnern Sie sich noch an die Geschichten über die Firma Hesselbach, „irgendwo im Hessischen“ angesiedelt? Jo van Nelsen hat zwei wundervolle, nur noch antiquarisch erhältliche Bücher ausgegraben. Sie heißen „Babba“ und „Mamma“ und wurden 1967 geschrieben von Wolf Schmidt, der auch den Babba gespielt hat. Aus denen liest van Nelsen nun die Episode „Die Spezialisten“ vor: Genüsslich schwelgend in skurrilen Verwicklungen und versteckten Seitenhieben auf die Politik, die wunderbarerweise auch heute noch treffen. Die Hesselbachs waren die erste Fernsehfamilie Deutschlands, deren Serie mit Einschaltquoten von bis zu 94 Prozent wahrhaft die Straßen fegte. Denn so hießen „Blockbuster“ mal bei uns – Straßenfeger. Aber das war zu einer Zeit, in der man sich noch über ein „Dreckrändche“ aufregte. Lassen Sie sich entführen in das Hesselbach’sche Universum voller Ruhe und Beschaulichkeit – und wenn Sie die Augen schließen, werden Sie sie alle wieder treffen: Babba und Mamma Hesselbach, ihren Sohn Willi und Herrn Münzenberger, den schwäbischen Buchhalter, die Pinella und Rudi, den Lehrbub. Wenn Sie allerdings die Augen offen halten, sitzt da nur einer: Jo van Nelsen. Aber ihm dabei zuzusehen, wie er nacheinander und durcheinander alle und jeden spielt, das ist ein Erlebnis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Auch wenn man es ansonsten nicht hört: Jo van Nelsen ist ein Hessebub! Schon nach der ersten Lesung stand für einen Großteil des Publikums fest: Kultverdächtig!

„Und auf einmal steht es neben Dir” - Ein RINGELNATZ-ABEND am 25.11.2012 um 17:00 Uhr 

Das famose Duo Waltraut Bartl und Achim Barrenstein wird atemberaubend spaßige und hintergründige Gedichte, Gedanken und Weisheiten von Joachim Ringelnatz rezitieren und vertonen. „Wer hat zum Steuerformular den Text erfunden“, „Die Schnupftabakdose“, „Ein männlicher Briefmark“ oder „Die Ameisen“ sind nur einige der bekannten Werke, die von der Pianistin und dem Schauspieler vorgestellt werden. Seit vier Jahren arbeiten Bartl und Barrenstein kontinuierlich zusammen und ergänzen sich dabei wie Yin und Yang. Die Musikerin Waltraut Bartl übernimmt dabei bereits in der Vorbereitung die bühnenreife Umsetzung klassischer und zeitgenössischer Werke. So sind in den Jahren verschiedene Programme von Wilhelm Busch, Kurt Tucholsky, Christian Morgenstern und romantischen Gedichten von Goethe, Eichendorff & Heine entstanden.Im Gewölbe wird Joachim Ringelnatz zu hören sein. Achim Barrenstein rezitiert mit seiner dramaturgisch geschulten, sonoren Stimme und Waltraut Bartl untermalt und unterstreicht in feinsinniger Spielart mit eigens für das Programm ausgewählten Musikstücken von Grieg, Prokofjew und Debussy mit musikalischen Klangbildern wechselweise Humor und Melancholie des poetischen Abends. So schaffen es die Künstler auf spielerische und beeindruckende Weise das Multitalent Ringennatz dem Schöneck Publikum näher zu bringen. Sein abenteuerliches Leben (1883 – 1943) als Gelegenheitsarbeiter, Maler, Seefahrer und später Kabarettist und Dichter haben ihm einen Erfahrungsschatz beschert - die Höhenflüge und Tiefschläge die Inspiration für seine spezielle Poesie geschenkt.